Realschule Plus - Daun Vulkaneifel - Kooperative Realschule
Daun Vulkaneifel

Schwerpunktschule

Förderlehrerin Maike Stölben
Förderlehrerin Maike Stölben

Zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 wurde die Realschule plus Daun vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur (MBWJK) zur Schwerpunktschule ernannt.
Im Rahmen dieser Entwicklung wurden der Realschule plus Daun zum Schuljahr 2015/2016 von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zugewiesen.

Die rechtliche Grundlage für inklusiven Unterricht bietet die UN-Behindertenrechtskonvention, die im Jahr 2009 in Deutschland in Kraft trat. Sie liefert Grundsätze zur Verwirklichung einer größtmöglichen Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung im Bereich der schulischen Bildung, welche sich auch im Schulgesetz widerspiegeln. Die Umsetzung wird durch das Konzept der Schwerpunktschulen unterstützt, die sowohl in der Primarstufe als auch weiterführend in der Sekundarstufe I wohnortnah inklusiven Unterricht ermöglicht.

Was ist sonderpädagogischer Förderbedarf?

Häufig machen sich schulische Probleme bereits im Laufe der Grundschulzeit bemerkbar. Wenn Verdacht auf sonderpädagogischen Förderbedarf besteht, stellt die Grundschule, nach Absprache mit den Eltern, einen Antrag zur Feststellung desselben. Eine Förderschullehrkraft erstellt daraufhin ein Gutachten, das Aufschluss darüber gibt, ob das Kind sonderpädagogischen Förderbedarf hat und in welchem Bereich dieser erforderlich ist.

Im zweiten Schritt findet eine Anhörung der Eltern statt. Das Gutachten wird eröffnet und den Eltern vorgetragen. Wenn sonderpädagogischer Förderbedarf erhoben wird, haben die Eltern das Wahlrecht zu entscheiden, ob ihr Kind eine Förderschule oder eine Schwerpunktschule besuchen soll. Dieser Wunsch wird notiert und zusammen mit dem Gutachten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion vorgelegt, die das Kind einer Schule zuweist.

Wird zum Beispiel eine Schülerin oder ein Schüler mit dem Förderbedarf Lernen einer Schwerpunktschule zugewiesen, so wird das Kind dort nach dem Lehrplan der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet. Dieses Kind erhält seinem Leistungstand entsprechend differenzierte Lernstandskontrollen. Der Bildungsgang Lernen wird auf dem Zeugnisformular der Schule vermerkt. Lernfortschritte werden dort in der Regel in Form einer Verbalbeurteilung festgehalten. Wird der Förderbedarf Lernen im Laufe der Schulzeit nicht wieder aufgehoben, erhält die Schülerin oder der Schüler den Abschluss der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen (besondere Form der Berufsreife).

In einigen Fällen wird sonderpädagogischer Förderbedarf auch erst in der Orientierungsstufe festgestellt. Meldezeitraum für ein sonderpädagogisches Gutachten ist von November bis einschließlich Januar. Nach Feststellung eines Förderbedarfs erfolgt die Zuweisung oder ggf. ein Wechsel des Lernortes jeweils nur zum neuen Schuljahr.

Wie läuft inklusiver Unterricht ab?

Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im eigenen Lerntempo Lerninhalte zu bewältigen und individuelle Lernziele anzustreben.

Der Unterricht kann für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, wenn erforderlich, zieldifferent erfolgen. Sie erhalten individuelle Hilfen durch die Regelschullehrerinnen und Lehrer und sonderpädagogische Förderung durch eine an die Schule abgeordnete Förderlehrerin. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage eines individuellen Förderplanes.

Die Förderlehrerin Maike Stölben wurde vom St. Laurentius Förderzentrum in Daun abgeordnet, um die sonderpädagogische Förderung der entsprechenden Schüler zu gewährleisten.

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